DE-ÖKO-006

Erzeugergemeinschaft Ökokiste NRW

2006 schlossen sich fünf Bioland-Betriebe in NRW zusammen und gründeten die Erzeugergemeinschaft Ökokiste NRW.

Ziel dieses Zusammenschlusses ist es, die Versorgung mit regionalen Produkten zu fördern, zu verbessern und zu sichern. Die fünf Betriebe stimmen ihren Anbauplan miteinander ab. Da sie auch gleichzeitig Abnehmer sind, die über eigene Lieferservices vermarkten (alle fünf Betriebe sind Mitglieder im Bioland-Verband und im Verband der Ökokiste), kann der Anbau bedarfgerecht geplant werden. Das ist sowohl für die Betriebe als auch für die Kunden günstig.

Nicht jeder Boden und Betrieb ist für jede Kultur gleich gut geeignet. Zum Beispiel liefern uns der Lammertzhof bei Neuss und das Gut Paulinenwäldchen bei Aachen im Winter Kohl, Lagerkartoffeln und Lagermöhren. Sie haben auch die notwendigen Maschinen für diese Kulturen, die jetzt besser ausgelastet sind. Sie nehmen dafür von uns im Sommer Fenchel, Kohlrabi und Rote Bete. Pascal und Marines holen an vier Tagen in der Woche auf den Höfen das Gemüse ab und verteilen es.

Gut Paulinenwäldchen

Unser “Neuer” in der Erzeugergemeinschaft: Biolandbetrieb Gut Paulinenwäldchen von Volker Gauchel und Edda Schulte.
Seit 1999 bewirtschaften die beiden Agraringenieure das Gut am nördlichen Stadtrand von Aachen. Direktvermarktung steht hier auch an erster Stelle. Glücklicherweise ist der Ertrag von Volker Gauchels Lieblingskultur, der Kartoffel, so üppig, dass wir unseren Bedarf größtenteils über ihn decken können. Bisher haben wir Sie mit Kartoffeln der Sorte Nicola beliefert, die jetzt durch die gut lagerfähige Laura ersetzt wird. Diese Sorte erkennen Sie leicht an ihrer rötlichen Schale. In Zukunft werden wir über den mit 127 ha recht flächenintensiven Betrieb Lagergemüse wie Weißkohl, Rotkohl oder Grünkohl beziehen (zum Vergleich: Apfelbachers bewirtschaften ca. 15 ha).

Ein weiteres Produkt des Paulinenwäldchens ist für uns besonders interessant. Erstmals tritt ein Fleisch erzeugender Betrieb unserer Erzeugergemeinschaft bei. Schwerpunkt ist hier die Rindfleischerzeugung. Die Herde von 30 Mutterkühen mit ihren Kälbern gehören zur Rasse Limousin. Diese ursprünglich aus dem französischen Zentralmassiv stammende Rasse ist für ihr köstliches Fleisch bekannt. Vor 20 bis 30 Jahren wurde die Zucht dieser Rinder eingeschränkt, doch mittlerweile steigen die Bestände wieder. Die Rinder von Volker Gauchel werden ausschließlich mit Futter aus eigener Erzeugung gefüttert. Selbstverständlich erfüllen sowohl Tierhaltung als auch Futtermittelproduktion die strengen Bioland-Kriterien. Wir planen, Ihnen ab Herbst auch regelmäßige Fleischlieferungen aus dem Betrieb von Volker Gauchel anzubieten.