11. Juni 2021

Obst verkaufen ist schwer. Auch wir haben die Vorstellung von perfekt reifen, köstlich sonnenwarmen Früchten, deren Saftigkeit uns beim Genießen links und rechts aus dem Mund rinnt. Die Biobauern in Italien und Spanien wissen aber, dass würden sie solches Obst auf die Reise schicken, es Reklamationen hageln würde. Reifes Obst ist druckempfindlich, anfällig für Mikroorganismen wie Fäulniserreger oder Schimmelpilze. Also geht man auf Nummer sicher und pflückt lieber, solange die Früchte noch unreif und hart sind. So überstehen sie drei Tage Transport im LKW und den Bauern ist wenigstens der Lohn für Ihre Arbeit sicher. Bei uns angekommen sind sie leidlich nachgereift. Wir geben uns viel Mühe beim Verpacken und checken jede Kiste noch einmal, bevor wir sie verschließen. Trotzdem gibt es immer wieder einzelne Exemplare die innerhalb eines Tags trotz Kühlung Schimmel ansetzen oder das Faulen anfangen. Dagegen sind wir machtlos und verstehen die Enttäuschung, wenn Kunden die Kiste auspacken oder einen Tag später vor einem blauen Rasen stehen. Bitte melden Sie sich ohne Groll. Wir haben unsere Arbeit nach bestem Wissen gemacht und wenn es für Sie nicht passt, ziehen wir etwas von de Rechnung ab. Gewiss ist es uns aber nicht egal, was wir in die Kisten packen.