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Koriander (Coriandrum sativum L.) zählt mit zu den ältesten bekannten Gewürzen und stammt ursprünglich aus Südeuropa und dem Vorderen Orient. Sein Name leitet sich vom griechischen Wort
"Kóris" ab, das Wanze bedeutet. Die alten Griechen empfanden den Duft des frisch geernteten Koriander als unangenehm - was sie allerdings nicht abhielt, Kóris in ihrer Küche einzusetzen.
Vom Koriander werden sowohl die Früchte als auch die Blätter als Gewürz verwendet, allerdings enthalten sie unterschiedliche Aromen und können einander daher nicht ersetzen. Während in
Europa der Samen die größere Rolle spielt, wird in der südamerikanischen und in der asiatischen Küche und im südlichen Portugal vor allem im Alentejo und in der Algarve vor allem das Kraut
verwendet. Das Kraut gilt wegen des scharfbitteren Geschmacks ("Wanzenkraut") als etwas gewöhnungsbedürftig. Blätter von älteren Pflanzen finden bei Salaten Anwendung und werden zu
Käsegerichten gereicht. Die Samen sollten eventuell kurz angeröstet und nach Möglichkeit immer frisch gemahlen werden; sonst überwiegen die schwerflüchtigen Bitterstoffe des Korianders
schnell die leichtflüchtigen Aromastoffe, und die Speisen werden bitter statt aromatisch. Gemahlene Samen werden zum Würzen von Brotteig, Kleingebäck, Kohlgerichten, Hülsenfrüchten und
Kürbis verwendet. Koriander ist Bestandteil von Gewürzmischungen wie Currypulver, Currypaste und Lebkuchengewürz und wird auch zur Likörherstellung verwendet. Neben salzigen Speisen wie
Fleisch, Wurst, Soße und Gemüse kann der Koriander auch zu Kompott, Marinaden und Weihnachtsgebäck verwendet werden. Koriander wird sehr oft mit Kreuzkümmel kombiniert. Beim Kochen verliert
Koriandergrün schnell seine Würzkraft. Damit der volle Geschmack der Blätter zur Geltung kommt, sollte man sie nur kurz mitgaren oder kurz vor dem Servieren über die Speisen geben. Frisches
Koriandergrün hält sich im Plastikbeutel im Gemüsefach des Kühlschranks vier bis fünf Tage, oder man stellt es zum Frischhalten wie einen Strauß Blumen ins Wasser. Gemahlen büßen
Korianderkörner nach einiger Zeit ihr Aroma ein. Deshalb die Körner vor der Zubereitung lieber selbst mahlen, am besten in einer Pfeffermühle. Heilwirkung Koriander findet seit der Zeit des
antiken Ägypten auch Verwendung in der Pflanzenheilkunde
| Hersteller | Hersteller: APF |
| Verband | Bioland |
| Herkunft | regional eig. Anbau |
| Inhalt | Stück |